Flößermuseum Unterrodach

Spezialmuseum zur Flößerei im Frankenwald

Floßverein

Unterrodach 1864 e.V.

Der Förderverein des Flößermuseums Unterrodach

www.flossverein-unterrodach.de

 

Der Floßverein nannte sich bei seiner Gründung am 14. Januar 1864 noch „Flößer-Verein" und hatte den Zweck, hilfsbedürftige Mitglieder zu unterstützen.

Diese Maßnahme war eine Ergänzung der durch die Floßordnung vom Jahre 1838 eingeführten „Floßkasse", die ebenfalls die Unterstützung armer Floßknechte bezweckte.

Ferner war es ein Zusammenschluss von Personen, die dem Flößerstande angehörten und die sich außerdem die „gesellige Unterhaltung" vorgenommen hatten. Wirkliche Mitglieder konnten nur Personen mit Wohnsitz in Unterrodach sein, auswärtig wohnende Personen konnten als Ehrenmitglieder aufgenommen werden. Guter Leumund war Voraussetzung für die Aufnahme in den Verein. Neben einer Aufnahmegebühr war ein vierteljährlicher Beitrag zu leisten. Die Mitgliederzahlen entwickelten sich von 143 bei der Gründung auf den Höchststand von 185 in den Jahren 1875 und 1877 und sackten sehr deutlich von 177 im Jahr 1880 auf 132 im Jahr 1890 ab. Ein weiterer deutlicher Rückgang der Mitgliederzahl ist in den Jahren 1930 bis 1935 von 89 auf 57 festzustellen. Bei der Einstellung seiner Tätigkeit im Jahre 1948 hatte der Verein noch 32 Mitglieder.

Der Verein beteiligte sich zeitweise auch am Holzhandel. Nach Einführung der Sozialversicherungen Ende des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Verein weitgehend zu einer Sterbekasse.

In einer Mitgliederversammlung am 22. Februar 1948 beschlossen die Mitglieder den Verein ruhen zu lassen, aber nicht aufzulösen.

1968 wurde das Flößermuseum von der damaligen Gemeinde Unterrodach geschaffen. Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in Bayern wurde 1978 die Gemeinde Unterrodach mit den Gemeinden Oberrodach, Zeyern und Großvichtach, sowie mit dem Markt Seibelsdorf zum Markt Marktrodach zusammengefasst. Die neue Kommune richtete in dem erworbenen und sanierten Floßherrenhaus Kirchplatz 8 im Jahr 1981 das Flößermuseum neu ein. Damit verbunden war auch die Neugestaltung des Museums. Man suchte einen Förderverein und erinnerte sich an den ruhenden Floßverein. Auf Initiative von Bürgermeister Siegfried Haderlein wurde der Verein wieder aktiviert. Es versammelten sich die drei noch lebenden Mitglieder am 30. April 1981 und beschlossen die Einberufung einer Mitgliederversammlung sowie die Aufnahme neuer Mitglieder. 

Vereinszweck ist seitdem die Förderung und Unterstützung des Flößermuseums sowie die Aufrechterhaltung der Tradition der Flößerei, die Förderung der Heimatverbundenheit und die Pflege von Brauchtum und Volksgut. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

In erster Linie führen Mitglieder des Vereins die Führungen und die Aufsicht im Flößermuseum durch, dessen Träger der Markt Marktrodach ist. Ein weiterer Schwerpunkt ist die jährliche Ausrichtung des Flößerfestes zur Kirchweih am ersten Sonntag im August. Anziehungspunkt dieser Veranstaltung ist die Traditionsfloßfahrt vom Angerwehr oberhalb Unterrodach bis zum Flößermuseum.

Seit einigen Jahren wird vom Verein in Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen das "Wiedendrehen" der Öffentlichkeit gezeigt. Wieden wurden in Heimarbeit gefertigt und dienten Jahrhunderte als Holzseile zur Befestigung von Holzstämmen zum Floß.

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Rodachtal erfährt ihren Höhepunkt beim Modellfloßwettbewerb der Kinder zur Flößerkirchweih.

 

 

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